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TAGUNGEN ![]() Call for papers![]() Call for Papers: 20. Jahrestagung der WBG 2012 in Eisenach Thema: „Tiere auf Burgen und frühen Schlössern“ ”Von engen Mauern umschlossen, eingeengt durch Viehställe, Waffenschuppen, Pulverkammern und Geschützständen (...). Überall im Hause riecht es nach Pulver, Vieh und Hunden und deren Exkrementen. Ein fortwährendes Kommen und Gehen (...) den ganzen Tag über Lärm und Geschrei. Schafe blöken, Rinder brüllen, Hunde bellen, und es ist nichts seltenes, dass man des nachts in den benachbarten Wäldern die Wölfe heulen hört.“ So schildert der Humanist Ulrich von Hutten – beabsichtigt trist! – das beengte Leben auf einer Burg am Ende des Mittelalters. Die Wartburg-Gesellschaft will in ihrer Jahrestagung 2012 keine Epoche, Bauform oder Region in den Mittelpunkt stellen, sondern widmet sich den Burgen und Schlössern als tierischem Lebensmittelpunkt, sei es nun für Reittier oder Schlachtvieh, den Schoßhund oder für lästige Parasiten. Eine völlig neue Perspektive, von der wir hoffen, dass sie mittels interdisziplinärer Forschung ebenso bunt wie ertragreich sein wird! Aufgerufen sind Historiker, Kunsthistoriker, Rechtshistoriker, Bauforscher, Archäologen, Zoologen, Anthropologen, Germanisten und alle anderen Interessierten. Das Referat sollte rund 20-25 Minuten Länge haben, zzgl. 5-10 Minuten Diskussion. Die Publikation der Tagung ist in einem Band in der Schriftenreihe „Forschungen zu Burgen und Schlössern“ vorgesehen, der nach der Tagung binnen Jahresfrist erscheinen soll. Vortragsvorschläge bitte an: Dr. Daniel Burger, Kobergerstraße 72, 90408 Nürnberg (Deutschland) oder per E-Mail an: daniel.burger@stanu.bayern.de Übersicht möglicher Themenkomplexe (Ergänzungen sind selbstverständlich möglich!): I. Pferde und andere Reittiere: Vom schlichten Pferdestall zum repräsentativen Marstall (siehe auch: Repräsentation) II. Vieh und Wild zur Lebensmittelversorgung • Rinder, Schafe und Schweine, Geflügel (Weiden und Viehställe); Tauben und Enten (Taubenhäuser und andere Nistplätze)• Transporttiere (z. B. Wasseresel)• Fische und Krebse (Fischweiher, Bassins, Bottiche)• Jagdwild und deren Verzehr auf Burgen (auch: Jagdrecht)III. Haustiere zur Unterhaltung, aus Luxus und zur Repräsentation • Falknerei (siehe auch Jagd oben)• Hunde (Wachthunde, Schoßhunde) und Katzen• Singvögel und Exotisches (Affen, Papageien)• Einhorn, Krokodil & Co.: Tiere in Kunst- und Wunderkammern• Wilde Tiere (Hirsche, Bären, Löwen) auf Burgen („Bärengraben“!) und in nahen TiergärtenIV. Tiere als Plage: Schädlinge und Parasitenbefall bei Mensch und Tier auf Burgen • Wanzen, Läuse, Flöhe & Co.• Mäuse und RattenV. Tierdarstellungen auf Burgen • Plastik (vom Adlerkapitell zum Portallöwen)• Malerei (Heraldik, Wand- und Deckenmalerei)• Literatur: Dichtung, Sagen und Märchen (Drachen, Lindwürmer usw.), Tiere in Burgnamen• Jagdtrophäen (wandfest und mobil)VI. Sonstiges • Tiere als Bauopfer auf Burgen• Burgen und Ruinen als Lebenswelt für Tiere heute: Im Spannungsfeld von Baudenkmalpflege und Naturschutz (z. B. Fledermäuse) |